Endlich im Service

Am vergangenen Samstag hatte ich meinen letzten Tag im „Outdoor“, seit Sonntag darf ich endlich im Restaurant als „Server“ arbeiten, allerdings für diese Woche aber erst noch im Training. Mehr dazu später, zunächst ermal zurück zum vorletzten Wochenende:

Der letzte Samstag war ausnahmsweise mal echt ruhig. In der Arbeit, als auch nach der Arbeit. Ich glaube das war mein erster Samstag seit Wochen, an dem ich nicht weggegangen bin. Von der ganzen rumchillerei wird man einfach noch viel schneller müde. Ins Cowboys (unsere Stammdisko am Samstag) wollte diesmal auch keiner, da bin ich halt mal früh zu Bett. War auch ganz gut, denn am Sonntag ging es wieder früh los. Da Claudia und Jule noch ihre Freitickets von Busch Gardens von der vorherigen Woche hatten, sind wir nochmal in den Park gefahren. Dabei waren diesmal auch Daniel, Danica und Manon. Da Daniel ja auch ein eigenes Auto hat, musste ich diesmal wenigstens nicht fahren. Nach einer kleinen Startschwierigkeit (Motor ging an der Kreuzung aus und wollte nicht mehr angehen), haben wir es durch einen hilfsbereiten Amerikaner, der sofort angehalten hat und unter der Motorhaube rumgewerkelt hat, doch noch geschafft weiter zu kommen. Sowas hab ich in Deutschland auch noch nicht erlebt, dass ein wildfremder Kerl einfach anhält und jungen Leuten weiterhilft. Frau und Kinder warten dabei brav im Auto.
In Busch Gardens haben wir dann keine Zeit verplempert und sind sofort eine Attraktion nach der anderen gefahren. Leider war die neuste Achterbahn „Cheetah Hunt“ am Morgen erst mal defekt und bei den anderen Bahnen war eine erhöhte Wartezeit, da so viele brasilianische Jugendgruppen im Park unterwegs waren. Nach dem Mittagessen haben sind wir dann noch 3 Wasserattraktionen gefahren, wobei wir auch alle klitschnass wurden. Mehr haben wir leider nicht mehr gschafft, denn gerade als wir bei Sheikra (der höchsten Achterbahn und eigentlichen Hauptattraktion) angestanden sind, wurden genauso wie letzte Woche alle Attraktionen wegen einem Gewitter geschlossen. Das schlimme daran: Wir wären die nächsten gewesen, die gefahren wären. Wir standen schon ganz vorne in der Warteschlange! Deshalb haben wir auch erst einmal abgewartet. Nachdem es aber 3 Stunden später immer noch gewittert hat, haben wir uns auf dem Weg zum Ausgang gemacht. Daniel, Danica und Manon haben sich am Gästeservice beschwert und wieder eine Freikarte für einen zweiten Besuch bekommen. Währenddessen ist das Gewitter weitergezogen und alle Attraktionen haben wieder aufgemacht. Scheiß Timing! Naja, wir hatten eh keine Lust mehr, da wir alle durchnässt waren und es durch den Regen auch spürbar abgekühlt hat. Wenn es halt immer über 30°C hat und dann auf einmal nur noch 20°C, ist es halt schon ziemlich kühl 🙂
Am Abend haben wir noch im Orlando Ale House gegessen, wo es mal wieder sehr gut war und wir mit unserer Bedienung sehr viel Spaß hatten. Achtung Insider: „I need Guacamole“. Auch das Bier floss bereits recht gut: Daniel und ich hatten je einen Pitcher Yuengling. Danach gab es noch eine Party bei Daniel. Eine der besten Partys hier überhaupt! Jeder der kam musste erst mal eine Bierbong trinken. Außerdem waren wirklich nur hübsche Mädels anwesend. 😉

Am Montag Nachmittag kam ein wirklich heftiges Gewitter. Gerade als ich auf den Balkon ging um zu checken, wie stark es eigentlich regnet, hab ich nur noch einen hell erleuchteten Himmel gesehen und keine Sekunde später schon den lauten Knall gehört. Es hat danach wirklich im Minutentakt geblitzt und der Donner kam meist keine Sekunde später. Daniel und ich sind dann ins Kino gefahren und haben uns zuerst Ice Age: Continental drift in 3D und danach The amazing Spider-Man in 3D angesehen. Zwei wirklich tolle Filme. Durch das Unwetter und da es ein Montag war, hatten wir viel Platz in den Kinosälen. Spider-Man lief in einem der größten Kinosäle mit knapp 400 Plätzen und es waren vielleicht 20 davon besetzt!
Auch nachdem wir beide Filme angesehen haben (fast 5 Stunden später) hat es draußen immer noch geblitzt. Nur um nochmal auf das heftige Unwetter zurückzukommen 🙂

Dienstag und Mittwoch hab ich es auch etwas ruhiger angehen lassen. Am Mittwoch haben wir uns immerhin noch auf ein paar Feierabend-Bierchen bei mir getroffen.
Donnerstag war es wieder etwas heftiger. Es gab mal wieder ein „Drinking around the world“ im Epcot, da uns zwei Kollegen (Lilo und Peter) verlassen haben. Ich hab nun zum ersten mal wirklich alle 11 Nationen geschafft: Deutschland – Radeberger; Mexico – Margarita; Norwegen – Viking Coffee (Kaffee mit Baileys); China – Pflaumenwein; Italien – Chianti; USA – Samuel Adams Seasonal Brew Bier; Marokko – Casablanca Beer; Japan – Kirin Bier; Frankreich – Champagner; England – Irish Car Bomb (Guinness mit Baileys) und Canada – Labatt Blue Bier. Mir hats danach auf jeden Fall gereicht!

Freitag hab ich dann nochmal eine kleine Pause eingelegt, ehe wir Samstag Abend den Peter endgültig im Murphys verabschiedet haben. Es war mal wieder Pitcher-Time. Zwischendurch wurde auch mal etwas Flip-Cup gespielt und es gab ein paar Karaoke-Einlagen. Das Highlight war dann, als wir deutschen alle gemeinsam „Don’t stop believin'“ gesungen haben. Da hat dann fast die ganze Bar mitgesungen.

Wie schon erwähnt, war am Samstag auch mein letzter Tag im Outdoor. Ich hatte nochmal eine richtig beschissene Schicht. Ich musste knapp 4 Stunden an der Kasse vom Quick Service stehen. Zwischendurch durfte ich aber auch mal 45 Minuten bei 36°C mit ein paar anderen Kollegen und den Gästen Fußballspielen und danach noch 15 Minuten am Steamtable (wo es schon Saunatemperaturen hatte) arbeiten. Egal! Das Kapitel ist jetzt abgeschlossen. Seit Sonntag bin ich im Service-Training. Der erste Tag war aber ziemlich langweilig. Es war Abends kaum etwas los. Wir hatten insgesamt nur 4 Tische, die alle mein Trainer Tim fast alleine gemacht hat. Ich hab nur 1 mal die Getränke und dann mehrmals die Refills rausgebracht.
Heute am Montag war das schon etwas spannender. Wir hatten zwar auch nur 4 Tische, aber diesmal Mittags über einen kürzeren Zeitraum. Ich durfte heute auch schon das meiste alleine machen: Gäste begrüßen, Getränke-Bestellung aufnehmen, Getränke rausbringen, nachfüllen, die Rechnung machen und abkassieren. Klappt alles auch schon relativ gut und wenn man dann auch noch das Trinkgeld sieht, dass die Leute hinterlassen, macht die Arbeit gleich noch doppelt so viel Spaß!
Bis Donnerstag bin ich noch im Training. Wenn ich dann meinen Test bestehe, kann ich endlich alleine bedienen und Geld verdienen. Ich freu mich schon!

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3 Gedanken zu „Endlich im Service

  1. transalp

    Auch von dieser Stelle, die Leute, die bisher bei uns dabei waren, wissen Deinen Service heute noch zu schätzen. Viele grüße von den MTB-Haudegen, schön, dass Dir gut geht und alles wird gut!!! Vielleicht mach ma alle miteinander mal ne „TransFlorida“

  2. lauti

    Servus Winni,

    danke noch einmal für deine Grüße…
    Wie gesagt, die Nordschleife war mal wieder mächtig Geil! 🙂

    Ach, wenn ich gerade hier MTB lese:

    Gestern hats mich doch tatsächlich mal wieder richtig auf die Fresse gelassen. Rechter Haxn, rechter Arm und Schulter, sowie mein linkes Handgelenk schmerzen wie sau… Ich hab schon gedacht des Handgelenk ist durch. Aber dank meinem recht hohen Käse-Konsum, habe ich ja recht gute Knochen! 😉
    So einen Ast in der Felge sollte man nicht unterschätzen!
    Zuvor bin ich Depp natürlich noch bei 32°C den Blumenberg hoch…
    Aber da muss ma durch: No risk, no fun und nur die haddn kumma in gaddn! 🙂

    Für ne Trans-Florida wäre ich übrigens auch!
    Da sind die „Berge“ bzw. Hügelchen net so hoch… 😉
    Ich denke da müssste man unter Umständen umsatteln auf ein Rennrad…

    So, du bist jetz im Service?
    Dann hoffe ich doch, das du uns auch mal bedienst wenn wir rüber kommen! 🙂

    Jetzt dauerts ja nicht mehr allzu lange:
    Am 20.08. geht der Flieger…
    Du kannst mich bzw. uns ständig über meine Mail-Adresse erreichen, wenn du uns mal kontaktieren willst.

    So, das wars wieder.
    Jetz mach i dann Feierabend…
    Bei dem Wetter kannst doch net arbeiten, des is ja Körperverletzung! 😉

    Hau di nei und bis dann!

    MfG
    Lauti

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